Gruene Liga

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Ruhige Inseln und Lärmwüsten: Bild des Monats Januar gekürt

GRÜNE LIGA e.V. wählt erstes „Bild des Monats“ im Rahmen ihres bundesweiten Fotowettbewerbs aus

Berlin, den 20.01.2010: Die Würfel sind gefallen. Die GRÜNE LIGA e.V. hat im Rahmen ihres bundesweiten Fotowettbewerbs zum Thema „Ruhige Inseln oder Lärmwüsten“ das erste „Bild des Monats“ gekürt.
Preisträgerin ist Ina Streichert aus Norderstedt.

In der Stadt und auf dem Land, überall gibt es sie: ruhige Inseln und Lärmwüsten. Sie sind Gegenstand des Fotowettbewerbs. Ina Streichert fand das Motiv für ihr eingereichtes Foto bei einem Ausflug an die Spree. Die Gewinnerin zu ihrem Bild: „Da der Straßenverkehr in Deutschland einer der größten Lärmfaktoren ist, fand ich es passend, die begrünten Karossen zum Verweilen umzufunktionieren.“

Das Foto ist unter www.uglr-info.de/monats.html zu sehen. Die GRÜNE LIGA e.V. gratuliert der Gewinnerin des Monatsfotos Januar.

Ein Fotowettbewerb zum Thema Schall oder Lärm scheint zunächst widersprüchlich. Ist es möglich, Lärm oder Ruhe zu fotografieren? Ist es möglich, die Auswirkungen von Lärm beziehungsweise Ruhe im Foto zu erfassen?
Hintergrund des seit Mitte Dezember 2009 laufenden Wettbewerbs ist die zunehmende Lärmbelastung der Bevölkerung. In den letzten Jahrzehnten hat die Belastung der Bevölkerung durch Lärm erheblich zugenommen. In Deutschland sind nach Berechnungen des Umweltbundesamtes rund 13 Millionen Menschen allein schon durch Straßenverkehr mit Geräuschpegeln belastet, die lärmbedingte Gesundheitsrisiken und zunehmende Schlafstörungen verursachen.
2002 wurde von der EU die Umgebungslärmrichtlinie beschlossen. Mit ihrer Hilfe soll es leiser werden, um gesundheitliche Schäden und Belästigungen abzuwenden. Dazu werden in verschiedenen Phasen Lärmkarten und Aktionspläne von den Kommunen erstellt.
Ein Teil der Aktionspläne ist die Ausweisung von ruhigen Gebieten in den Kommunen und Städten. Um die ruhigen Gebiete zu finden und dann auszuweisen, sind die Gemeinden in der Regel auf ihre Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Für die Sensibilisierung zu dem Thema startete die GRÜNE LIGA den Fotowettbewerb.

Der Fotowettbewerb wendet sich an Jugendliche und Erwachsene, Profis und Hobbyfotografen: Gehen Sie auf Entdeckungsreise! Fotografieren Sie Ihre Lieblingsmotive! Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Wie sehen Ihre Lärmwüsten und/oder ruhigen Inseln aus?

Bis zum 15. September 2010 können zum Thema Fotos eingereicht werden. Dann entscheidet eine Fachjury über die/den GewinnerIn. Es locken attraktive Preise. Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesumweltministerium und vom Umweltbundesamt.
Eingereicht werden können die Fotos unter: GRÜNEN LIGA e.V., Bundesgeschäftsstelle, Greifswalder Straße 4,
10405 Berlin, oder fotowettbewerb@grueneliga.de. Die GRÜNE LIGA ist gespannt auf die Bilder.
Weitere Informationen unter www.uglr-info.de. Plakatflyer zum Wettbewerb: http://www.uglr-info.de/media/documents/1260862752.pdf.
 

Die EEA veröffentlicht die erste Lärmbelastungskarte von Europa

Die Europäische Umwelt Behörde (EEA) hat am 26. Oktober 2009 die bisher umfassendste europäische Lärmbelastungskarte veröffentlicht. Die Karte zeigt die Belastung der Bevölkerung durch übermäßige Lärmimmissionen.
Die Datenbank trägt den Titel NOISE (Noise Observation and Information Service for Europe) und ist öffentlich zugänglich. Sie gibt Auskunft über die Anzahl der Menschen, die Straßen- und Eisenbahnlärm ausgesetzt sind, und enthält zudem Details zur Lärmexposition von 102 Ballungsräumen.
Viele Menschen in Europa sind hohen Lärmbelastungen, die ernste gesundheitliche Schäden verursachen können, ausgesetzt. Die Schäden wurden bisher von der EU-Politik unterschätzt. Anhaltende Lärmbelastungen ­ auch niedrigere - können den Schlaf unterbrechen, Hypertonie auslösen und kardiovaskuläre Probleme verursachen.
Nach der Lärmbelastungskarte müssen die Hälfte der Einwohner in Ballungsräumen Straßenlärm mit einem LDEN von mehr als 55 dB aushalten. Fast 41 Millionen Europäer sind in den großen Städten erheblichem Straßenlärm ausgesetzt.

Die Datenbank ist zu finden unter: NOISE

Für weitere Information zur Datenbank nehmen Sie bitte Kontakt auf zu Dragomira Raeva: dragomira.raeva@eeb.org. 

Internationaler Tag gegen den Lärm: Stadt Gera beteiligt sich mit Ausstellung der Grünen Liga

Der internationale "Tag gegen Lärm“ (Noise awareness day) hat Tradition. In Deutschland findet er am 29. April 2009 bereits zum 12. Mal statt. Unter dem Motto "Horch, was kommt von draußen rein!" stehen alle Geräusche auf dem Prüfstand, die den Menschen im täglichen Leben, zu Hause wie am Arbeitsplatz, allgegenwärtig begleiten und vor allem in der eigenen Wohnung zur Belastung werden können. Eine wichtige Rolle spielen Verkehrsgeräusche, deren Schalleinwirkung durch die Umsetzung der EG-Umgebungslärmrichtlinie reduziert werden soll. Die Otto-Dix-Stadt Gera beteiligt sich an der Aktion mit einer Ausstellung der Grünen Liga e.V., die vom 29. April (ab 08.00 Uhr) bis 17. Mai 2009 im BauService H35 in der Heinrichstraße 35 zu sehen ist. Ausstellungstafeln informieren über die Richtlinie zum Umgebungslärm, helfen bei der Interpretation von Lärmkarten, unterrichten über die Wirkungen von und die Maßnahmen gegen den Lärm und geben Einschätzungen über Kosten und Nutzen.
In der Stadt Gera steht der Lärmaktionsplan kurz vor der Verabschiedung durch den Stadtrat. Danach soll er die Ausstellung ergänzen. Die Lärmkarten hängen ebenfalls im BauService aus. Außerdem macht das Land Thüringen gerade den fertig gestellten Feinstaub-Aktionsplan bekannt, der zeitgleich im H35 eingesehen werden kann. Ein Besuch lohnt sich also gleich mehrfach.
Auskünfte zur Aktion der Stadt erteilt der BauService der Stadt Gera in der Heinrichstraße 35, Telefon 0365 – 838 19 50. 

Aktionsplan Saarbrücken gegen Lärmbelastung aufgestellt

Der Aktionsplan liegt steht ab dem 20. März allen Bürgern zur Einsicht zur Verfügung. Sie können den Aktionsplan bis zum 17. April während der regulären Öffnungszeiten beim Amt für Klima- und Umweltschutz, Bahnhofstraße 31 (Discontohaus neben Karstadt) 4. Stock, Zimmer 428, einsehen. Die Öffnungszeiten sind: Montag bis Mittwoch von 8.30 bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 15.30 Uhr, Donnerstag von 8.00 bis 18.00 Uhr, Freitag von 8.30 bis 12.00 Uhr.

Weitere Informationen gibt es beim Amt für Klima- und Umweltschutz. Ansprechpartner ist Thomas Bouillon, Tel. (0681) 905 4086, Fax (0681) 905 4063. 

Entwurf des Lärmaktionsplanes in Mainz

In Mainz wird der Entwurf des Lärmaktionsplanes in der Zeit vom 26.01.09 bis zum 20.02.09 zur Einsichtnahme für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Es können seitens der Bevölkerung dann Anregungen an die Stadt Mainz abgegeben werden. Der Entwurf des Lärmaktionsplans ist in der oben genannten Zeit auch im Internet unter www.mainz.de/umweltamt einzusehen.

NRW Internetportal Lärmschutz informiert über Fördermöglichkeiten

Das Umweltministerium NRW hat unter www.foerderportal.laermschutz.nrw.de eine Seite freigeschaltet, die über Förderinstrumente für Lärmschutzmaßnahmen informiert. Das Umweltministerium unterstützt damit die Kommunen bei der Umsetzung der Lärmaktionspläne.

 

Lärmaktionsplan für Karlsruhe - Wie Sie die Chance auf mehr Lebensqualität mit gestalten können

28.10.2008 - 07.11.2008
Haus des Hörens - Anke Bünting
Kaiserstr. 190, 76133 Karlsruhe

"Es gibt vielerlei Lärm, aber es gibt nur eine Stille."
Kurt Tucholsky


Die Europäische Union hat die Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm beschlossen.

Karlsruhe ist als Stadt mit über 250.00 Einwohnern verpflichtet, den Schutz vor Umgebungslärm stärker in den Fokus zu nehmen, einen Aktionsplan zu erarbeiten und zu beschließen.

Was heißt das für Sie als BürgerInnen Karlsruhes konkret? Wie können Sie sich beteiligen und wie finden Ihre Vorschläge Eingang in die Planung? Verschaffen Sie sich einen Überblick und besuchen Sie die Ausstellung:
"Lärmaktionsplan für Karlsruhe - Wie Sie die Chance auf mehr Lebensqualität mit gestalten können".

Für Gruppen sind auf Anmeldung Führungen möglich.

Kontaktdaten unter: www.haus-des-hoerens.de

Konsequenter Umstieg aufs Fahrrad kann jährlich 4,5 Millionen Tonnen CO2 einsparen

Die Benutzung des Fahrrads für Strecken von bis zu fünf Kilometern brächte in Deutschland eine enorme Einsparung an Kohlendioxid (CO2). Bis zu 4,5 Millionen Tonnen könnten pro Jahr eingespart werden. Diese Menge entspricht dem jährlichen CO2-Ausstoß der Stadt Berlin. Der konsequente Umstieg aufs Rad hätte nicht nur einen positiven Effekt auf das Klima, sondern würde auch zur Lärm- und Feinstaubminderung in den Städten führen. Nicht zu vergessen: Bewegung fördert die Gesundheit.

Einsicht in den Aktionsplan der Stadt Weimar

Der Entwurf des Lärmaktionsplanes (Arbeitspapier zur Beteiligung der Öffentlichkeit) kann ab dem 21. Juli 2008 persönlich während der Sprechzeiten in der Umweltabteilung des Bau-, Grünflächen- und Umweltamtes eingesehen werden. Nähere Informationen unter www.weimar.de

04.07.2008 Berlin: Fünfter erfolgreicher Workshop der GRÜNEN LIGA in Berlin

Am 4.7.08 fand im Haus der Demokratie und Menschenrechte der fünfte Workshop der GRÜNEN LIGA zur Unterstützung der Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Umgebungslärmrichtlinie statt. 
Der mit circa 25 Personen besuchte Workshop hatte neben einer Einführung die Lärmwirkung und die aktuelle Situation in Brandenburg zum Inhalt. Die Folien der Vorträge können hier heruntergeladen werden.

02.06.2008 Berlin, Öffentliche Auslegung des Lärmaktionsplan-Entwurfs

Vom 02.06.2008 bis zum 02.07.2008 an folgenden Orten:

1. bei der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, Brückenstraße 6, 10179 Berlin (Mitte), Zimmer 4.012 (4. Etage),
Montag bis Donnerstag von 9 Uhr bis 18 Uhr und Freitag von 9 Uhr bis 14 Uhr sowie außerhalb dieser Zeiten nach telefonischer Vereinbarung
Telefon: 90 25 - 22 67 oder 90 25 - 23 23,

2. und in den Bezirken

Marzahn - Hellersdorf
Premnitzer Straße 4, 12681 Berlin, Raum 606 Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15 Uhr und Donnerstag bis 18 Uhr Telefon 902 93 - 68 32 / - 68 00

Mitte
Vor - Ort - Büro des Quartiersmanagements Moabit West, Rostocker Straße 3, 10553 Berlin, Montag bis Freitag von 11 Uhr bis 13 Uhr, Telefon 39 90 71 95 und Quartiersmanagement Pankstraße Prinz - Eugen - Straße 1, 13347 Berlin, Montag bis Freitag von 10 Uhr bis 15 Uhr, Telefon 74 74 63 47

Spandau
Rathaus Spandau, Carl - Schurz - Straße 2 - 6, 13597 Berlin, Raum 329 a, Montag bis Freitag von 13 Uhr bis 15 Uhr, Telefon 33 03 - 27 68 / - 24 65

Steglitz - Zehlendorf
Altes Rathaus Steglitz, Schlossstrasse 37, 12163 Berlin Bürgeramt Steglitz, Raum 201 / 202 Montag von 8 Uhr bis 15 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 11 Uhr bis 18 Uhr sowie Mittwoch und Freitag von 8 Uhr bis 13 Uhr, Telefon 902 99 33 60


Die Unterlagen können zudem im Internet unter: http://www.berlin.de/sen/umwelt/laerm/laermminderungsplanung/index.shtml eingesehen und heruntergeladen werden.

An der Planung kann sich die Öffentlichkeit beteiligen. Dazu ist ein Online-Formular unter der v.g. Internet-Adresse geschaltet. Weiterhin liegen mit dem Plan an den v.g. Orten auch Formulare zur Beteiligung aus.

Die Frist zur Abgabe von Stellungnahmen endet am 16.07.2008.

4.07.08 Berlin, Programm für den fünften Workshop der GRÜNEN LIGA steht.

Das Programm des fünften Workshops der GRÜNEN LIGA zur Umgebungslärmrichtlinie steht fest. Es wird Vorträge zur Lärmwirkung und zur Lärmaktionsplanung geben. Das genaue Programm können Sie hier herunterladen. Bitte melden Sie sich unter marc.wiemers[at]grueneliga.de bis zum 27. Juni für den Workshop an. (Workshop)

23.05.08 Berlin: Senatorinnen Lompscher und Junge-Reyer stellen Lärmminderungsplan für Berlin vor

Die Senatsverwaltungen für Gesundheit, Umwelt und Verbaucherschutz und für Stadtentwicklung teilen mit:
Lärm ist in den großen Ballungszentren ein ernstzunehmendes Umwelt- und Gesundheitsproblem. Der Verkehr ist in Berlin die größte Lärmquelle. Allein an Berliner Hauptstraßen sind tagsüber etwa 135.000 und nachts sogar 195.000 Menschen Lärmpegeln ausgesetzt, die nicht nur als störend empfunden werden, sondern bedenklich für die Gesundheit sind. Wer dauerhaft sehr hohen Lärmbelastungen ausgesetzt ist, ist deutlich anfälliger für Herz- und Kreislauferkrankungen. Auf Basis der im Herbst letzten Jahres vorgestellten Lärmkarten wurde der Lärmminderungsplan für Berlin erarbeitet. Mit den hier enthaltenen Maßnahmen soll der Lärm spürbar reduziert werden. Die Möglichkeiten und die Grenzen dafür sollen aufgezeigt werden. Katrin Lompscher, Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz, und Ingeborg Junge-Reyer, Senatorin für Stadtentwicklung, stellen Ihnen gemeinsam den Lärmminderungsplan für Berlin vor.

Termin: Donnerstag, 29. Mai 2008, 10.30 Uhr
Ort: Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Brückenstraße 6, 10179 Berlin Raum 9.023


Über Ihr Kommen würden wir uns freuen.

02.05.08 Leipzig: Die Stadt Leipzig stellt Lärmkarten ins Netz

Die Stadt Leipzig stellt unter www.leipzig.de/de/buerger/service/dienste/umwelt/laerm die Lärmkarten für die Aktionsplanung ins Internet. Daraus ist zu ersehen, dass fast 20100 Menschen in Leipzig mit einem LNight von über 50 dB (A) belastet sind. Über 23000 Menschen sind mit einem LDEN von über 60 dB (A) belastet.

16.04.2008 Berlin: Krach macht krank

Kommunen müssen Verpflichtung zur Mitwirkung der Bevölkerung bei der Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie ernst nehmen

Berlin, 15.04.2008: Bis zum 18. Juli 2008 müssen Kommunen, die von der ersten Phase der Umgebungslärmrichtlinie betroffenen sind, ihre Aktionspläne zur Bekämpfung von Lärm aufgestellt haben. Die GRÜNE LIGA fordert die Kommunen auf, die Umgebungslärmrichtlinie als Chance für den Weg zu leiseren Städten zu begreifen und die Vorgaben der Richtlinie zu einer umfassenden Mitwirkung der Bevölkerung bei der Aufstellung der Aktionspläne ernst zu nehmen.

Lärm hat Einfluss auf die Erholung, die Konzentrationsfähigkeit und den Krankenstand von Menschen. Nach einer Studie des Europäischen Bundes für Transport und Umwelt verursacht Verkehrslärm jährlich 55.000 tödliche Herzinfarkte in Europa. Auch andere Studien weisen das große Gefährdungspotential von Lärm nach.

Verkehrslärm wird mit Abstand am häufigsten durch den Straßenverkehr verursacht. Allerdings sind Schienen- und Flugverkehrslärm nicht zu unterschätzen, da gerade der Fluglärm besonders stark schädigt und der Bahnverkehr insbesondere in den Nachtstunden – die eine wichtige Erholungsfunktion für den Menschen besitzen – die Anwohner stört.

Die GRÜNE LIGA fordert die Kommen auf, wirksame Maßnahmen gegen Lärm zu treffen. „Das Aussitzen des Problems ist keine geeigneten Maßnahmen gegen Lärm, auch Schallschutzfenster sind eine Maßnahme von vorgestern“, so Katrin Kusche, die Bundesgeschäftsführerin der GRÜNEN LIGA. Die größten Potentiale liegen in der Verkehrsvermeidung und der Veränderung des Modalsplits in Richtung Fahrrad und öffentlicher Personenverkehr. „Push and pull“ ist angesagt, das heißt: den Individualverkehr erschweren und umweltverträglichere Verkehrsträger fördern, zum Beispiel durch eine Senkung der Bahnpreise und eine Verbesserung der städtischen Angebote für den Radverkehr. Das beginnt bei verkehrssicheren Radwegen und kann bis zu kostenlosen beziehungsweise sehr preiswerten Citybikes reichen – Städte wie Paris, Kopenhagen und Barcelona sind da schon ein ganzes Stück weiter. Solche Maßnahmen mindern nicht nur den Lärm, sondern wirken sich auch positiv auf die innerstädtischen Feinstaubmengen, die Fitness der Menschen und die Unfallhäufigkeit im Straßenverkehr aus. Viele weitere Maßnahmen sind möglich: zum Beispiel Tempo 30, LKW-Fahrverbote, Parkraumbewirtschaftung, Straßenumbauten, Anschaffung leiserer Fahrzeuge ...

Zudem sollten Vorhaben in anderen Bereichen grundsätzlich gleich unter dem Gesichtspunkt des Lärms mitbetrachtet werden. „Integriertes Denken ist notwendig, zum Beispiel sollten bei der Wärmesanierung von Fassaden in Städten schallabsorbierende Materialien gleich mit eingesetzt werden“, schlägt Katrin Kusche vor.

Viele Kommunen haben mit der Aktionsplanung noch nicht begonnen. Doch aktiver Lärmschutz ist aus Sicht der GRÜNEN LIGA Lebensqualität. Die Bürgerinnen und Bürger vor Ort wissen genau, wo die Lärmprobleme sind. Die Kommunen müssen jetzt dringend mit der Aktionsplanung starten und sollten nicht versäumen, diese Vor-Ort-Expertinnen und -Experten in die Aktionsplanung einzubeziehen. Die Mitwirkung – die mehr ist als nur das „Abnicken-Lassen“ vorgelegter Pläne – ist laut Umgebungslärmrichtlinie nicht nur vorgeschrieben, sondern kann für Städte ein echter Erfolgsfaktor werden. Nur engagierte und langfristig strategische Aktionsplanung wird nach Ansicht der GRÜNEN LIGA erfolgreich zur Minderung von Lärm führen.